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Teileinsturz eines Hochhauses in Moskau

Untersuchungen zur Ermittlung der Einsturzursache

Ein Teil eines sich im Bau befindlichen Hochhauses in Moskau ist eingestürzt, bedauerliche Weise waren auch Tote zu beklagen. Die Aufgabenstellung an uns war, die Einsturzursache herauszufinden und vordringlich festzustellen, ob bei den weiteren, sich in Bau befindlichen Gebäuden, ebenfalls Einsturzrisiko besteht.

Im Einsturzbereich war ersichtlich, dass es an mehreren Stützen ein Durchstanzen der Decken gegeben hat. An stehen gebliebenen Stützen unmittelbar am Einsturzbereich waren Schubrisse in den Decken im Auflagerbereich der Stützen zu erkennen.

Um festzustellen, ob auch in anderen Deckenbereichen Schubrisse vorhanden sind, wurden Ultraschallmessungen an den Decken – jeweils von der Unter- und Oberseite – im unmittelbaren Bereich um die Stützen durchgeführt. Die Messungen ergaben, dass in weiteren Deckenbereichen Schubrisse vorhanden waren, die im Verlauf den sichtbaren Schubrissen im Einsturzbereich und auch dem theoretischen Schubrissverlauf in Decken-/Stützenbereichen entsprachen. Nachdem weitere Schubrisse festgestellt wurden, haben wir der Baustelle empfohlen, die Arbeiten sofort einzustellen und alle Bauwerke umgehend zu evakuieren. Dem wurde seitens der Bauleitung und des Bauherrn sofort entsprochen.

Eine nachfolgend durchgeführte Nachrechnung ergab, dass die statisch notwendige Schubbewehrung nicht vorhanden war. In der Folge wurden mehr als 1000 Stützen des Bauvorhabens nachträglich verstärkt.

Unser Leistungsspektrum:

  • Zerstörungsfreie Prüfung: Ultraschallmessungen
  • Untersuchung der Schadensursache
  • Beratung bei der statisch konstruktiven Verstärkung der Stützen

Titelbild und Galeriebilder: Ingenieurbüro Schiessl Gehlen Sodeikat GmbH