28. September 2026

Was ein Bohrkern über ein Bauwerk verrät.

Einblicke in die Bauwerkdiagnostik bei SGS.



Fast kein größeres Untersuchungsprojekt kommt bei uns ohne Bohrkernentnahme aus.

Denn so ein Bohrkern kann ziemlich viel über ein Bauwerk erzählen.
In unserem eigenen Labor untersuchen wir daran unter anderem Druckfestigkeit,
Carbonatisierungstiefe, Wasser- oder Chlorideindringtiefe und natürlich das Materialgefüge.
Manchmal bohren wir sogar aus Probewürfeln noch Bohrkerne.

Rissverläufe können nach Harztränkung unter dem Schwarzlicht nachvollzogen oder Trockenschichtdicken
unter unserem Mikroskop my-genau bestimmt und weitere Analysen beispielsweise für Dünnschliffe vorbereitet werden.
Bei der Entnahme haben wir als Ingenieure eine etwas andere Perspektive als eine Kernbohrfirma:
Wir wissen in der Regel bereits, welche Fragestellung mit dem Bohrkern und dessen Analyse beantwortet werden könnte.
Deshalb messen wir vorher die Bewehrung ein und entnehmen Bohrkerne
mit Durchmessern von 30 bis 150 Millimetern bei konkreten Untersuchungsfragen am Liebsten selbst.

Und wir rüsten weiter auf.
Unsere neueste Anschaffung: Trockenbohrkronen bis 100 Millimeter für Betonbohrkerne.

Denn manchmal ist nasses Bohren kontraproduktiv und erschwert über Kopf trotz Absaugung die Untersuchung zusätzlich.
Aus einem kleinen Ausschnitt entstehen so belastbare Erkenntnisse über Zustand, Material und mögliche Schadensmechanismen.